Interview – Bavarian Value

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Dieses Interview vom Blog Bavarian-Value wurde mit Andreas und Daniel geführt. Es beschreibt den individuellen Weg von “THE BAVARIAN WAY OF VALUE INVESTING”. Insbesondere werden auf den Blog Bavarian-Value ausführliche Aktienanalysen und interessante Artikel zum Thema Investieren veröffentlicht. Auch haben die Beiden ein Wikifolio in diesem sind ihre Investmententscheidungen offen einsehbar.

Bavarian-Value
Bavarian-Value

Hier das Interview von Bavarian Value

Hallo, wer seid Ihr?

Dani
Dani

Dani: Servus und vielen Dank für die Interview-Einladung! Ich heiße Dani, bin 29 Jahre alt und komme aus der schönen Oberpfalz – geboren in Burglengenfeld und wohnhaft Regensburg. Zusammen mit Andi betreibe ich den Value Investing Blog Bavarian Value, den wir vor gut 3 Jahren nach unserem VWL Studium ins Leben gerufen haben. Meine Hobbies abseits der Börse sind vor allem das Reisen und Comics – vor allem Marvel (das freut sicherlich die Disney-Aktionäre zu denen ich auch gehöre 😉 ).

Andi
Andi

Andi: Servus auch von mir. Mein Name ist Andi, ich bin 30 Jahre alt und komme wie Dani aus Burglengenfeld in der Oberpfalz. Gemeinsam schreiben wir auf unserem Blog Bavarian Value über Value Investing. Zu meinen Hobbies gehören Sport, Reisen und ich teile mit Dani die Leidenschaft für Comics.

Wie sieht Euer Lebensweg aus? Welchen Beruf habt Ihr gelernt und als was arbeitet Ihr momentan?

Dani: Nach meinem Abitur am Burglengenfelder Johann-Michael-Fischer-Gymnasium habe ich an der Uni Regensburg VWL studiert und 2017 meinen Master gemacht. Seit 2018 arbeite ich bei einem der größten Lebensmittel-Discounter Deutschlands, aktuell als IT Produktmanager.

Andi: Danis und mein Lebensweg haben viele Überschneidungen. Auch ich habe Volkswirtschaftslehre an der Universität Regensburg studiert. Momentan bin ich als Datenanalyst bei einem weltweit tätigen Automobilzulieferer in Regensburg im Bereich Investor Relations tätig.

Ihr habt ein interessantes Finanzblog, was sind Eure Inhalte und wen versucht Ihr anzusprechen?

Dani: Zu unserer Zielgruppe gehören jetzt nicht diejenigen, die gerade ihre ersten Schritte an der Börse versuchen. Hierzu gibt es bereits eine ganze Reihe toller Blogs. Unsere Zielgruppe hat den ersten Schritt bereits hinter sich und kennt die Basics. Bei Bavarian Value dreht sich alles um Value Investing, Quality Investing und ausführliche Aktienanalysen. Jeder der über diese Investmentstrategien mehr erfahren möchte oder auf der Suche nach interessanten Unternehmen ist, ist bei uns an der richtigen Stelle. 🙂

Andi: Bei unseren Inhalten liegt der Fokus auf dem Thema Value Investing. Dabei haben wir aber keine Scheuklappen auf und sagen, dass das die einzig wahre Strategie ist. Wir versuchen Menschen anzusprechen, die sich schon ein bisschen an der Börse auskennen und versorgen diese mit Aktienanalysen um bessere Entscheidungen zu treffen.

Wieviel Geld investiert jeder von Euch im Monat und in welche Anlagen (Aktien, Immobilien, etc.)?

Dani: Ich kann hier leider keine konkreten Angaben machen, da es nicht jeden Monat die gleiche Menge an interessanten Investmentmöglichkeiten gibt. Teilweise kaufe ich in einem Monat sehr wenig oder gar keine Aktien, wenn ich kein gutes Investment finde. Dann kann es wiederum vorkommen, dass ich – wie dieses Jahr im März und April – in ein, zwei Monaten mehr investiere als in einem kompletten halben Jahr zuvor. Dabei geht es aber eigentlich immer um Aktien. Zwar habe ich noch kleinere Positionen in Start-Ups (über Crowdinvesting), aber das ist eher ein spekulativer Nebenkriegsschauplatz.

Andi: So ganz grob gesagt investiere ich normalerweise pro Monat alles was mir übrigbleibt. Ich versuche immer mindestens 30% meines Gehalts monatlich zu investieren. Genauso wie bei Dani ist das natürlich abhängig davon welche Gelegenheiten es im Moment gibt. Da bei unserem Value Investing Ansatz auch der Preis eine wichtige Rolle spielt, ist es nicht in Stein gemeißelt, dass man auch immer günstige Unternehmen findet. Hauptsächlich bin ich dabei in Aktien investiert, habe aber auch ein paar kleinere Positionen im Bereich Crowdinvesting und Kryptowährungen.

Wie lautet Eure Vision (z.B. Mehr Zeit haben, Zusätzliches Einkommen zur Absicherung, Rentenvorsorge oder finanzielle Unabhängigkeit )?

Dani: Mein Fokus liegt ganz klar auf Freiheit. Sich die Möglichkeit zu schaffen, das machen oder arbeiten zu können was ich will, wie ich will, wann und wo ich will.

Andi: Hier kann ich mich nur anschließen. Mir geht es auch weniger darum mir tolle Sachen zu kaufen. Zugegeben, ich reise wirklich gerne und auch dafür geht ein Teil des Geldes drauf. Aber im Großen und Ganzen will auch ich die Freiheit haben so unabhängig zu sein, dass ich mich meinen eigenen Projekten widmen kann.

Welche Investment-Strategie verfolgt Ihr (z.B. Wachstumsaktien, Dividendenaktien, Startups, …)?

Dani: Wir sehen uns selbst als Value Investoren. Unsere Auffassung davon hat aber jetzt nichts mit der weit verbreiteten Meinung in der Öffentlichkeit zu tun. Hier geht es nicht um Zigarettenstummel-Aktien, die Benjamin Graham und anfangs auch Warren Buffett so sehr mochten. Trotzdem geht es aber weiterhin um die Grundsätze von den Ben Graham: Wir investieren in Unternehmen, die mehr wert sind als sie derzeit an der Börse kosten. Dabei setzen wir auf qualitativ hochwertige Unternehmen mit tiefen Burggräben und möchten dann langfristig am Unternehmenserfolg teilhaben. Man könnte unseren Investmentstil als eine Mischung aus Value, Growth und Quality Investing sehen – oder wie wir ihn bezeichnen: The Bavarian Way of Value Investing 🙂

Andi: Frei nach Charlie Munger: Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen. 😉

Was habt Ihr für Investments? (falls Ihr eine Portfolioaufstellung habt, langt auch prozentuell die Positionen)

Dani: Wir verwalten ein eigenes wikifolio, in das wir selbst investiert sind und berichten hierüber regelmäßig auf unserem Blog. Außerdem veröffentlichen wir auf Bavarian Value unter der Kategorie Bavarian Value News in unregelmäßigen Abständen unser komplettes privates Portfolio – ein Update hierzu kommt im September. Wir legen generell großen Wert auf Transparenz. Zu meinen größten Positionen gehören neben unserem wikifolio, bspw. Apple und Disney. Es sind aber auch unbekanntere Unternehmen enthalten wie die Games Workshop Group oder der Lachszüchter Bakkafrost.

Andi: Zurzeit ist meine größte Position Apple, was aber bei den jüngsten Kursexplosionen nicht weiter verwunderlich ist. Aber ich bin auch in unser eigenes wikifolio sowie Unternehmen wie beispielsweise Booking und Aena investiert. Wie Dani bereits erwähnt hat, gibt es im September wieder ein Update zu unseren Portfolios, damit auch jeder sieht, dass wir nicht nur quatschen, sondern unsere Strategie auch umsetzen.

Habt Ihr schon (dumme) Fehler an der Börse oder bei euren Anlagen begangen?

Dani: Genügend … 🙂 Angefangen von meiner aller ersten Aktie, Commerzbank, die ich vor ca. 10 Jahren ziemlich planlos gekauft habe, über einen gravierenden Bewertungsfehler bei Airports of Thailand bis hin zum verfrühten Einstieg in Pandora und Capri Holdings. Wir haben diesem Thema schon mehrere Artikel wie die Ausgabe #60: Investmentfehler – Unsere bisherigen Top 3 (#ausinvestmentfehlernlernen) oder auch unsere jährlichen Letter gewidmet. Wie gesagt, Transparenz ist uns wichtig. Und es werden sicher noch einige Fehler folgen. Aber solange man daraus lernt und die richtigen Schlüsse zieht, bringen diese Fehler dich auf deinem Weg zum erfolgreichen Investor besser voran als jedes erfolgreiche Investment.

Andi: Wer keine Fehler macht, kann auch nicht daraus lernen. Diese sind wirklich essenziell um sich weiterzuentwickeln. Generell haben wir beispielsweise Capri Holdings einfach zu früh gekauft. Das Unternehmen befindet sich in einem Turnaround und da hätte man ruhig noch ein wenig abwarten und einen günstigeren Einstiegszeitpunkt wählen können.

Was würdet Ihr in Zukunft anders machen? Was rät Ihr anderen insbesondere Euren Lesern?

Dani: Schlussendlich ist an der Börse wichtig, sich ständig weiterzubilden und zu versuchen seine Emotionen so gut wie möglich im Griff zu haben. Was beim zweiten Punkt vor allem hilft, ist meiner Meinung nach eine Checkliste. Und das würde ich auch jedem Investor empfehlen. Eine Checkliste aufsetzen und diese bei jeder Investmententscheidung durchzuarbeiten. Das bewahrt einen zumindest schon einmal vor vielen Fehlern, die man entweder selbst in der Vergangenheit gemacht oder bei anderen beobachtet hat. Denn wie auch schon John C. Bogle sagte: „Learn every day, but especially from the experiences of others. It’s cheaper!“

Andi: Investieren und das Leben sind ein Prozess. Man muss sich immer wieder auf andere äußere Bedingungen anpassen oder man bleibt auf der Strecke. Für mich war es immer immens wichtig, dass ich wirklich nur das investiere, dass ich nicht akut die nächsten 5 – 10 Jahre brauchen könnte. So machen mir Kursschwankungen nicht viel aus und ich kann nachts ruhig schlafen. Wenn ich einen Rat geben darf, dann ist es der, dass man ständig an sich arbeiten sollte und neugierig bleiben muss. Man braucht das Rad nicht neu zu erfinden, es gibt da draußen so viel Wissen (meistens) umsonst, das man sich aneignen kann. 

Bavarian-Value
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Vielen lieben Dank für das tolle und sehr interessante Interview an die Beiden!
Am Besten Du schaust selbst auf ihren tollen Blog Bavarian-Value vorbei.

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