Der neue kostenlose Börsennewsletter

Durch Zufall bin ich über den neuen kostenlose Börsennewsletter finfo gestolpert. Finfo hat das Ziel die Börse durch einen täglichen Newsletter zu vereinfachen. Diesen kostenlosen Börsennewsletter werde ich heute vorstellen und von meinem kurzen Test berichten.

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Ziel des Börsennewsletter

Der Börsennewsletter stellt die wichtigsten News um 6 Uhr früh über das tägliche Börsengeschehen zusammen. Dabei wollen die Gründer die Informationen auf das Wesentliche konzentrieren.

Ein Beispiel für einen solchen Newsletter

Hier nun ein Beispiel wie ein solcher Newsletter vom 23.03.2021 gestaltet ist.


Was gestern an der Börse los war DAX
14.657 (+0,3 %) S&P 500
3.941 (+0,7 %) Nasdaq 100
13.087 (+1,7 %) Bitcoin/USD
54.928 (-5,2 %)  
Lieber Ehreninvestor,  hier kommt deine tägliche Finanzdröhnung.
Diesmal mit:
– Deliveroo
– Renesas
– Volkswagen
– Blackrock
– Kering
– Richemont
– Blackstone
– Friedrich
– Vorwerk
-Siemens Energy
– Beiersdorf

Dingdong 🔔 Deliveroo läutet die Glocke
Anstatt frischer Gerichte liefert der Essenslieferdienst Deliveroo diesmal Aktien aus und zwar im Wert von 1 Mrd. USD. Die Marktkapitalisierung soll direkt zum Start 12 Mrd. USD übersteigen. Deliveroo ist damit der größte britische Börsengang des Jahres.

Business is boomin’. Deliveroo ist Coronaprofiteur wie er im Rezepte steht. Denn Großbritannien war besonders lange im Lockdown. Kein Wunder, dass der Umsatz in 2020 zum Vorjahr um satte 64 % angestiegen ist. Operativ ist Deliveroo auch bereits seit sechs Monaten profitabel unterwegs, vermeldet aber insgesamt noch einen Verlust für 2020.

Deliveroo hat es eilig, bevor den Investoren der Appetit vergeht. Die Nachfrage ist jetzt heiß, das weiß Deliveroo-CEO Will Shu auch. Wenn die Pandemie jedoch erst einmal vorbei ist, wird das Wachstum wieder abflachen und somit auch die Nachfrage von Investoren. Außerdem wächst der Wettbewerbsdruck — der Gigant Uber hat Deliveroo in Großbritannien den Kampf angesagt. Das wird unappetitlich für die Gewinnmargen.

Amazon ist Schnitzelholder. Einer der größten Investoren ist der e-Commerce-Gigant Amazon. Mai 2019 konnten sie ordentlich zulangen. Für 500 Mio. USD gab es einen 16% Anteil an Deliveroo. Der Kartellbehöre hat das nicht gefallen, aber Deliveroo stand vor der Pleite. Was man nicht alles tut, um seinen Lieblings-Lieferdienst zu retten.

Zusammenfassung Aktuell ist der Deal heiß. Deliveroo will an die Börse und Investoren reißen sich um die Aktien. Doch die Zeit rennt. Eine Normalisierung des Alltags könnte Deliveroos Wachstumsstory bremsen. Konkurrenten wie Uber machen dem Lieferdienst auch noch die operativen Gewinne streitig. Deliveroo-Aktien sind kein Gericht, das man eiskalt servieren sollte.

Überfrittiert 👾 Feuer bei Renesas heizt Chip-Mangel an
Ausgerechnet die kleinsten Bauteile verursachen das größte Problem. Bei Autoherstellern wie VW standen die Bänder zuletzt teilweise wochenlang still. Nun kommt noch ein Brand bei dem Autochiphersteller Renesas hinzu und die Lieferengpässe können sich zuspitzen.

Renesas ist führend für Mikrocontroller. Renesas kommt weltweit auf 27% Marktanteil für Mikrocontroller. Mikrocontroller sind Ein-Chip-Computer, die für kleine Aufgaben wie das Hochfahren der Fensterscheiben verantwortlich sind. Im Bereich der Autochips ist Renesas die Nummer drei mit 9% der weltweiten Produktion.

Geld verbrannt. Das Feuer im Renesas-Werk zerstörte elf Maschinen. Bis die Produktion wieder läuft, dauert es einen Monat. Das alles kostet rund 160 Mio. USD. Renesas-Aktionäre sind nicht begeistert und lassen die Aktie 5% fallen.

Autohersteller haben Hunger auf Chips, aber bekommen nix ab. Die Autoindustrie ist gerade in einer schlechten Situation. Ohne Chips keine Autos. In den letzten Monaten gab es einen Chip-Boom. Chip-Hersteller wie TSMC können nicht genug produzieren und fokussieren sich auf die lukrativsten Chips: für Computer und Smartphones. Bei Volkswagen ruhen die Fabriken in Wolfsburg und Portugal erstmal zwei Wochen. Die schlechte Nachricht: Die Lieferengpässe sollen wohl noch mindestens sechs Monate anhalten und der Brand bei Renesas verkürzt die Wartezeit nicht.

Zusammenfassung
Chiphersteller Renesas wurde gerade eingeheizt. Durch ein Feuer wird die Produktion erst in einem Monat wieder laufen. Die Autoindustrie ist sowieso schon unterversorgt mit Chips. In Zukunft könnten eventuell weitere Produktionsstopps kommen. Leider können Volkswagen und Co. nicht Pringles als Chip-Ersatz nehmen…

Was geht sonst so ab?
Antiwucher? Blackrock treibt die Preise auf Rock Bottom. Der größte Vermögensverwalter senkt die Gebühren für einige seiner neuesten ETFs von 0,3% auf bis zu 0,03%. Dieser Preiskampf ist deine Rendite 🙂
Das Geld fliegt in die Wirtschaft. Die beliebten US-Stimulus Checks landen diesmal nicht in GameStop-Aktien, sondern laut Google Trends in Flugresrvierungen. Dank flottem Impftempo kramen die Amis wieder die Badehose aus.
Iced out ausverkauft. Luxusgüterhersteller Kering wollte sich was von Cartier gönnen: Nämlich direkt die ganze Schmuckfirma Richemont. Allerdings hat die Richemont-Familie kein Interesse an einem Verkauf. Blackstone geht bei Poker All-In. Die Private-Equity Firma bietet 6 Mrd. USD für die australischen Casinos Crown Resorts. Die australische Glücksspielbehörde sitzt aber auch noch er Tisch und entscheidet, ob sie mitgehen will.
Friedrich Vorwerk spannt die Geldrohre fest. Nein, kein Thermomix. Sondern ein Rohrleitungsbauer geht am 25. März zwischen 45 und 48€ an die Börse.
You can find me in the club, bottle full of bub’. Gasturbinen-Windkraft-Konzern Siemens Energy hat es in den DAX geschafft. Nivea-Hersteller Beiersdorf muss beiseite (aka in den MDAX) gehen.

Das war’s auch schon 😉 Einen tollen Dienstag noch.

Liebe Grüße
Benjamin von finfo

Mit Kusshand erstellt in Trier
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Mein Fazit zu finfo

Ich finde den kostenlosen täglichen Börsenbrief sehr interessant. Es handelt sich um ein Zusatzangebot von Alle Aktien. In meiner persönlichen Strategie versuche ich mich vom täglichen Börsengeschehen etwas fernzuhalten. Trotzdem ist es ganz nett einen solchen täglichen Überblick zu erhalten.

Zusammenfassend ein tolles kostenloes Zusatzangebot von Alle Aktien namens finfo .

Kennst Du bereits den Dienst? Nutzt Du andere tägliche Börsennewsletter?
Ich freue mich über Komentare.

Weiterführende Links

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Wichtiger Hinweis – Haftungsausschluss

Alle Artikel auf Strategie-Cashflow.de stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers dar und sind daher keine Anlageempfehlung oder -beratung. Die dargestellten Informationen geben lediglich die Meinung des Autors wieder. Deshalb sollte jeder für sich abwägen und stets prüfen bevor er sein Kapital einem Risiko aussetzt.

Zudem bin ich in vielen genannten Punkten eventuell nicht objektiv, da ich selbst investiert bin und es meine Meinung zu dem Thema widerspiegelt.

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